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WandelndeSeele: das Wesen Eigenwerk
von Ahnengalerie aus der Kategorie Geschichte - Nachdenkliches, Ernstes

Texte -> Geschichten
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Erstellt:    16.05.2005 00:00
Geändert: 29.07.2008 22:10
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dort war eine wiese
reich an blumen jeglicher art,
deren duft verzauberte
jeden sinn den er traf.

dessen rauschen so sanft
vom wind sacht gestreift,
dessen farben so prächtig
vom leuchten der sonne erfasst.

dort saß ein wesen,
tieftraurig, allein.
dunkler im innersten,
als es je eine nacht sein kann.

da kam ein fremder
seinem antlitz entgegen,
sah die unendliche trauer
in den augen des wesens,
und konnte sie nicht verstehen.

"ist dies nicht ein ort des glücks?
genisse doch jeden augenblick,
den du noch verweilen kannst
an diesem verzaubernden ort".
trugen die worte des fremden
dem wesen entgegen,
welches nicht wagte sich zu regen.

"so steh doch auf und erfreue dich.
laufe dem sonnenschein entgegen
und sieh nicht zurück",
brachte dem wesen der fremde noch immer entgegen
und konnte die ketten hinter dem wesen nicht sehen.

so wandte der fremde dem wesen den rücken zu
in gedanken nicht verstehend

wie kann es sein, dass ein wesen so blind,
all das schöne nicht erkennt.


dort saß es wieder allein
das wesen,
tieftraurig im innersten,
in einer prachtvollen wiese
voll sonnenschein.


ein weiterer fremder
kam seinem antlitz entgegen,

sah das wunder der natur
und den schmerz jenes wensens,
sah ihm tief in die augen
und schwieg.

vom antlitz abweichend,
um noch anderes zu sehen,
erkannte der fremde
was hinter dem wesen sich hielt.

der anblick der schweren ketten
die an diesem wesen zerrten,

schmerzte den fremden,
und in seine augen legte sich verstehen,
welches das wesen erreichte
und jenem wesen eine träne entlockte.

eine träne von unsagbarem gewicht
erleichterte die schwere der ketten
die nun weniger an ihm zerrten.

dort regte sich das wesen.
und es legte sich auf dessen lippen,
ein lächeln von geahntem glück.

war der fremde in seiner finsternis,
in jenem augenblick,
ein strahl, welcher das dunkel durchbrach.

so konnte es sehen,
zum ersten mal licht,
auf dieser wunderschönen wiese.

da es in der begegnung sein durfte,

was es ist.


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