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Das Lied der Amsel Eigenwerk
von Zauberwesen aus der Kategorie Gedicht - Menschen

G E D I C H T E
Meine Gedanken - Worte - die aus mir fließen ...
Erstellt:    03.02.2011 20:57 1430 Lesungen, 2.6KB

Das Lied der Amsel

Abends fängt die Amsel an zu singen,
bringt mein Herz so schön zum klingen.
Sitze da und lausche still,
sitze hier, weil ich es will.
Die Töne der Amsel hell und klar,
wie es wohl seit Jahrhunderten so war.
So viel Reinheit liegt dieser Musik zugrunde,
sie singt ihr Lied jeden Abend zur selben Stunde.
In der Dämmerung sitzt sie oben auf dem Haus,
die Sonne sendet ihre letzten Strahlen aus,
ehe sie langsam in Wald versinkt.
Das Lied noch voller und schöner klingt.
Das Lied so klar – so wunderbar.
So traurig fühl ich mich im Augenblick,
schon wieder schweifen meine Gedanken zurück.
Schon als Kind hörte ich diesen Gesang,
erinnere mich traurig an ihren Klang.
Jetzt kommen mir schon wieder die Tränen,
muss mich für vieles in meinem Leben schämen.
Dieses Lied macht mich froh und traurig zugleich,
die Töne so voll, harmonisch und weich
Oft brachte mich ihr Gesang zum Weinen,
muss nicht immer stark – kann auch schwach erscheinen.
Wenn ich von dieser Erde geh’,
und hinaus auf’s Hausdach seh’,
wird die Amsel wieder dort sitzen –
ihre schwarzen Augen werden blitzen.
Nur für mich wird sie dann singen,
wird mit der ersten Strophe beginnen.
Und alles wird auf einmal hell und leicht,
ich habe mein Ziel letztendlich erreicht.
Den Gesang noch in meinem Ohr –
trete ich aus meinem Körper hervor.
So leicht fühle ich mich  - innerlich so frei –
alles ist ohne Bedeutung – alles vorbei.
Schwebe engelsgleich dem Licht entgegen –
fühle keinen göttlichen Segen.
Alles lasse ich hinter mir –
für mich öffnet sich die letzte Tür,
durch die ich strahlend gehe –
und es gefällt mir, was ich sehe.
Bin von jeglicher Last befreit –
bin für dieses neue Fühlen jetzt bereit.
Schwerelos – auf leichten Schwingen –
höre ich die Amsel singen.
Noch einmal blicke ich zurück –
fühle in mir ein großes Glück.
Sehe schemenhafte Gesichter –
klare, leuchtende, helle Lichter.
Hände – die mich ein Stück des Wegs begleiten,
die mich warm und liebevoll geleiten.
Alles ist so unbeschreiblich hier –
wie wohl fühle ich mich – alles frei in mir.
Bin jetzt ganz oben angekommen –
bin auf weichen Wolkenfeldern geschwommen.
Den Gesang der Amsel höre ich nicht mehr,
fühle mich leicht, geborgen – nicht mehr so schwer.
Keine Wut – kein Hass – keine Zweifel mehr.
Kein Nachfragen – keine Sorgen – alles in mir leer.
Danach sehnte ich mich oft so sehr.


Ingrid G., noch unvollendet, 12./13.03.2007







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