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Gedanken eines Teddybären... Eigenwerk
von Zauberwesen aus der Kategorie Gedicht - Leben, Erfahrungen - Zeit, Momente

G E D I C H T E
Meine Gedanken - Worte - die aus mir fließen ...
Erstellt:    25.09.2010 13:44 1359 Lesungen, 12.3KB

      Gedanken eines Teddybären
                                
                 Nun liege ich auf dieser Bank,
           vor lauter Sehnsucht werde ich noch krank.
    Mein Menschenkind kommt sicher gleich, um mich zu holen,
          werde sonst von einem fremden Mann gestohlen.
             Wie kann sie mich hier liegen lassen ?
              Ich kann das alles gar nicht fassen.
              Sie hat mich einfach hier vergessen,
         auf dem Spielplatz, das finde ich so vermessen
              und ist jetzt daheim beim Abendessen.
                Fühle mich so hilflos und allein,
            bin doch ein Teddybär und viel zu klein.
              So dunkel und still ist diese Nacht,
    vor kurzem haben wir hier noch getobt und Spass gemacht,
      gemeinsam mit anderen Kindern gejauchzt und gelacht.
              In mir keimt ein schlimmer Verdacht,
               wieso hat sie das mit mir gemacht ?
            Bitte meine Freundin, hol’ mich hier ab,
              fühl’ mich wie in einem dunklen Grab.
              Ich habe Angst vor dieser Dunkelheit,
                der Weg zu Dir ist viel zu weit.
                 Viel zu kurz sind meine Beine,
               der Weg ist hart und voller Steine.
        Wie Du weißt, kann ich weder sprechen noch gehen,
           kann mit diesen Glasaugen gar nichts sehen.
          Nur durch Dich konnte ich diese Welt erleben,
     nur mit Dir konnte ich jauchzend fliegen und schweben.
                  Deine Liebe und Zärtlichkeit,
                   gaben mir die Möglichkeit,
                mich warm und lebendig zu fühlen,
           meinen Übermut konnte ich an Dir abkühlen.
            Mit Dir erlebte ich die schönsten Träume,
            kletterte mit Dir auf die höchsten Bäume.
             In Deinen Armen fühlte ich mich weich,
          ganz geborgen, an menschlicher Nähe so reich.
            Möchte wieder in Deinem Bettchen liegen,
              mit Dir durchs ganze Weltall fliegen.
               Dir nachts zuhören, mit Dir lachen,
        aber auch mit Dir weinen und Dir Hoffnung machen.
               All Deine Traurigkeit gabst Du mir,
                ich fühlte mich so wohl bei Dir.
                  Keine Sekunde war ich allein,
                   durfte immer bei Dir sein.
                   Du warst immer für mich da,
                  ich war Dir so unsagbar nah’.
        Du liebtest mich mehr als alles auf dieser Welt,
                wie oft hast Du mir das erzählt.
              Ohne mich hätte Dir so viel gefehlt,
               ich war alles, was für Dich zählt.
                  Bin nur ein kleiner Teddybär,
             hab so viel Angst, vermiss’  Dich sehr.
            Bitte Menschenkind, komm’ schnell zurück,
              dann können wir ein großes Stück ...
                 Deines Lebens gemeinsam gehen,
            und lachend und weinend die Welt ansehen.
               Lass’ mich hier nicht mehr allein,
                will einfach wieder bei Dir sein.
             Bin ein kleiner Bär, der dann und wann,
               mit Dir schmusen und kuscheln kann.
               Du wirst mich jeden Tag vermissen,
          wirst meine Weichheit täglich missen müssen.
               Wirst mein Fell nie wieder küssen.
                   Wirst mich nie vergessen –
                  Wirst ab jetzt alleine essen,
                wirst ab jetzt alleine schlafen,
           werd’  Dich mit schlechten Träumen strafen.
               Nie wieder wirst Du mich berühren,
              nie mehr meinen warmen Körper spüren.
                Nie wieder werd’ ich Dir gehören,
             nie wieder wirst Du meine Ruhe stören.
                Nie mehr werd’ ich bei Dir sein,
               nun bist Du in dieser Welt allein,
            bist genau wie ich nun  stumm und klein.
          Deine nächtlichen Tränen auf meinem Gesicht,
             ich konnte Dich trösten mit Zuversicht,
           und gab der Dunkelheit um uns etwas Licht.
                 Stets war ich für Dich bereit,
             nahm Dir die Angst vor der Dunkelheit.
                 Nun liege ich verzweifelt hier,
                 und dennoch, ich verzeihe Dir.
                   Denn dafür wirst Du büßen,
               nie wieder wirst Du mich begrüßen,
            nichts wird Deinen Alltag mehr versüßen.
               Denn Du hast mich allein gelassen,
            nein, dafür werd’ ich Dich nicht hassen.
           In 50 Jahren wirst Du noch an mich denken,
           niemand wird Dich mehr so reich beschenken.
            Du warst etwas ganz Besonderes für mich,
                aber ich, ich war wohl lediglich,
                 eine Farce, so unbedeutend gar,
                 Du bist eine Egoistin, fürwahr.
            Nun komm’ mit Deinen Schuldgefühlen klar,
               nichts wird je wieder, wie es war.
                               
                               
       Ingrid G., zu Hause, August/September 2007
                               
                               
                               
                               
                               
 
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Kritiker            
no_einstein am 06.11.2010 12:07 (Kommentar)    1  
no_einstein
was hat Dich so zerrissen
dass Du kannst das alles missen
ung zugleich so wütend sein
bist doch ein Teddy und doch nicht klein
also hör auf zu jammern
lass Dich wieder klammern
um gleichzeitig frei zu sein


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