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Entwicklung eines Mammutbaumes Eigenwerk
von peter85 aus der Kategorie Freier Text - Natur

Mammutbäume -> Vom Samenkorn zum Baum
Entwicklung von Bergmammutbäumen (Sequoiadendron Giganteum) vom Samenkorn zum Baum.
Erstellt:    10.01.2009 23:23
Geändert: 21.01.2009 20:24
3241 Lesungen, 7.8KB




Die reinste Anschauung der Dinge hat, wer sie von Anbeginn her wachsen sieht.
(Aristoteles)

Diese Aussage habe ich wörtlich genommen und auf mein Interesse an Mammutbäumen angewendet.
Im Internet habe ich eine Packung mit Samen des Sequoiadendron Giganteum bestellt, dem Riesen- oder Bergmammutbaum. Begonnen habe ich dieses Projekt im Oktober 2006. Bei dem ersten Versuch hielten sich meine Erfolge jedoch in Grenzen, sowohl in Keim- und in Überlebensrate. Im Februar 2007 startete ich dann einen erneuten Versuch, bei dem ich etwas mehr Erfolg hatte und woraus bisweilen fünf kräftige Mammutbäume hervorgegangen sind. Motiviert von diesen Erfolgen habe ich im August 2007 noch weitere zwei Aussaaten durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass ich mittlerweile mehr als 40 Bergmammutbäume und 4 Urweltmammutbäume (Metasequoia Glyptostroboides) mein Eigen nennen kann.
Für alle Naturfreunde in dieser Community möchte ich in dieser Dokumentation die Entwicklung eines Bergmammutbaumes in Bild und Text festhalten. In unregelmäßigen Abständen habe ich jeweils den selben Mammutbaum fotografiert und das Datum des Fotos festgehalten. Damit lässt sich die Entwicklung dieses Mammutbaumes vom Samenkorn bis zum jungen Baum auf interessante Weise nachverfolgen. Ich werde diese Dokumentation auch in Zukunft weiterführen und von Zeit zu Zeit neue Fotos und Beschreibungen hinzufügen.

Über Kommentare, Anregungen und konstruktive Kritik freue ich mich jederzeit und für Fragen stehe ich zur Verfügung.




Wie alles beginnt (09. Februar 2007)

Die Samen des größten Baumes der Erde sind garnicht so groß, wie man vielleicht annehmen könnte. Sie sind gerademal 2x4x0,5mm groß und haben eine ovale Form. Den größten Teil des Samens stellen obendrein die Flügel dar, der eigentliche keimfähige Kern befindet sich nur in einem schmalen Streifen in der Mitte des Samenkorns.
Am 09.02.2007 habe ich ca. 20 Samen des Riesenmammutbaumes ausgesät.



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Keimung (21. Februar 2007, Woche 0)

Im Durchschnitt keimen die Samen nach 13 Tagen bei viel Licht und in feuchter Anzuchterde. Dabei bildet sich zuerst an einem Ende des Streifens eine Pfahlwurzel, die sich in die Erde bohrt. Kurz danach entsteht ein knapp 1mm dünner, intensiv rotbraun gefärbter Stamm, der sich nach wenigen Tagen aufrichtet. Dann wird die Samenhülle abgestreift und die Keimblätter können mit der Photosynthese beginnen. Interessanterweise variiert die Anzahl der Keimblätter. Bei meinen Sämlingen traten Pflanzen mit 3, 4 und 5 Keimblättern auf, wobei der weitaus größte Teil vier Keimblätter besitzt und fünf Keimblätter äußerst seltene Ausnahmen waren.
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Keimlinge (16. März 2007, Woche 3)

Einige Wochen nach der Keimung bilden sich die ersten Nadeln jenseits der Keimblätter und man sieht den Ansatz für die Fortbildung des Haupttriebes.





Pikierung (04. Juni 2006, Monat 4)

Nach vier Monaten und der Pikierung hat sich die Größe des Mammutbaums verdoppelt und es haben sich neben zahlreichen Nadeln drei Zweige gebildet.





Er etabliert sich (28. Juli 2007, Monat 5)

Nach fünf Monaten und im Hochsommer, einer Zeit in der viel Energie durch die Photosynthese gewonnen werden kann, wächst der kleine Baum unaufhaltsam in alle Richtungen weiter. Er ist nun ca. 6-8cm hoch und auch der Stamm wird langsam dicker.
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Wachstumsschub nach Umtopfung (19. August 2007, Monat 6)

Nach der Umtopfung in einen größeren Topf mit frischer, nährstoffreicher Erde und dem nach wie vor schön sonnigen Standort fühlt sich der Baum offensichtlich sehr wohl und gedeiht immer besser. Er misst nun ca. 12cm Höhe, einige Äste haben sich bereits weiter verzweigt und am Stamm sind zahlreiche Ansätze für weitere Zweige vorhanden.





Weiter gutes Wachstum im Spätsommer (14. Oktober 2007, Monat 8)

Nach acht Monaten hat der Sequoiadendron eine Höhe von ca. 15cm erreicht und der Stamm hat knapp über dem Boden ca. 4mm Durchmesser. Die neu gebildeten Zweige und Nadeln nehmen nun auch die für ausgewachsene Bäume übliche Form an, das heißt die Nadeln werden kürzer uns spitzer. Außerdem sind nun nicht mehr nur die Zweige sondern auch der Hauptstamm benadelt.





Überwinterung (06. Januar 2008, Monat 11)

Da Riesenmammutbäume erst ab dem dritten Lebensjahr voll frosthart sind, verbringt der Baum den Winter auf der sonnigen Fensterbank auf der Südseite. Im Nachhinein betrachtet wäre eine Winterpause an einem kühleren Platz für die Wuchsform besser gewesen, da er im Winter bei Wärme und wenig Licht stark in die Höhe geschossen ist und dabei wenig Seitentriebe gebildet hat.
Mittlerweile setzt die Verholzung von unten her ein. Die neu gewachsenen Triebe bekommen zuerst einen leichten lila-Ton, der dann langsam in braun übergeht.





Nach dem zweiten Sommer (08. Januar 2009, Monat 23)

Nach dem zweiten Sommer und mit knapp zwei Jahren Alter misst der junge Riesenmammutbaum eine Größe von ca. 70cm und hat einen Stammdurchmesser von gut 1,6cm knapp über dem Boden. Den zweiten Winter verbringt der Baum nicht mehr auf der warmen Fensterbank, was bereits aus Platz- und Gewichtsgründen bedenklich wäre, sondern in einem kühlen Gewächshaus. Dort ist er vor Frost weitgehend geschützt, die Luftfeuchtigkeit ist passend und er bekommt viel Licht.







Fortsetzung folgt...





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Kritiker            
Professor am 19.05.2011 17:03 (Kommentar)  
Professor

Toll! Eine sehr interessante Reportage mit schönen Bildern.


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