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Liebe als der Ursprung allen Übels Eigenwerk
von sunrise_w aus der Kategorie Freier Text - Liebe, Erotik, Partnerschaft

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Primärverzeichnis von sunrise_w
Erstellt:    02.07.2008 00:42
Geändert: 02.07.2008 11:02
1220 Lesungen, 2.2KB

Nachgedacht…

 

Während meiner nächtlichen Lektüre eines Märchens über eine Prostituierte begannen meine Gedanken allmählich um ein Thema zu kreisen, dass scheinbar in den Schlafzimmern dieser Welt mehr und mehr Einzug hält: Der Lustgewinnung durch Schmerz.

Sadismus, Masochismus, Dominanz, Bondage, erotische Rollenspiele… Das Repertoire an Begrifflichkeiten und Auslebungsformen ist unerschöpflich.

Schmerz durch Lust ist kein Tabu-Thema mehr und so kam bei mir spontan die Frage auf, ob ich zu prüde bin, weil ich keinen persönlichen Lustsklaven besitze.

Aber geht all dies nicht schon viel früher los?
­ Tag um Tag quälen wir uns der Liebe wegen. Die verflossene, unerreichbare Liebe wird heilig gesprochen, während die bewährte irgendwann wie ein altes, unbrauchbares Spielzeug in einer Ecke abgelegt wird.Im Film schätzen wir das Happy End, im wahren Leben wissen wir, dass es auch ein Danach gibt. Und das besteht nicht nur aus rosaroten Wölkchen, sondern ist geprägt von Streit, Eifersucht, Demütigung und Geringschätzung. Auch Gewalt in der Ehe ist ein solch unerklärliches Phänomen: Zwar steht hier sicher nicht die Lust im Vordergrund, sondern eher Motive wie Überforderung und Frustration, warum aber lässt sonst ein Mensch solche Qualen über sich ergehen, wenn nicht der Liebe wegen?!

 Ist Liebe also die Wurzel allen Übels?

 

„Liebe“ Grüße,

sunrise_w

 

geschrieben am: 2. Juli 2008 von sunrise_w


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Kritiker            
no_einstein am 02.07.2008 21:17 (Kommentar)    6  
no_einstein
ist es denn Liebe wenn amn sich geringschätzt und verrletzt
wenn wir unser eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten als Ausreden missbrauchen
wenn wir die Freiheit begrenzen die ein unabdingbar Lied der Liebe ist und sein dürfen muss
denn alles andere ist Pflicht die gibt es im Alltag sowieso schon genug muss man da noch eins draufsetzen ....
natürlich gibt es Enttäuschung und Frust wenn die Herzen nicht im gleichklang schwingen aber können sie das denn immer
oder dürfen sie mal pendeln und entgegengestzt schwingen ohne Demütigung, Eifersucht
........oder gar Gewalt
wer schreit hat unrecht
und wer Gewalt übt ..
........ist mit dem schreien nicht mehr zu vergleichen
der/diejenige hat die Basis des Vertrauens verlasssen und zerstört
und wisse........niemehr wird sich das einst zarte und junge Pflänzchen der Liebe
.............so aufrichten, dem Licht entgegen........wie es einmal war
Kritiker            
sunrise_w am 03.07.2008 11:48 (Kommentar)    4  
sunrise_w
Hallo no_einstein,

ich habe lange über deinen Kommentar nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich dir nur zum Teil recht geben kann.
Natürlich hat Gewalt, Demütigung und Verletzung auf den ersten Blick nichts mit Liebe zu tun. Dennoch drängt sich mir die Frage auf, warum wir sie dann ertragen? Warum verlässt eine Frau ihren Mann nicht wenn er sie schlägt? Aus Bequemlichkeit? Aus Angst davor allein zu sein?
Nein, das kann nicht wirklich der Grund sein. Daher meine Antwort: es geschieht aus Liebe, zwar mag schlagen und demütigen - und da pflichte ich dir bei - kein Akt der Liebe sein, dennoch scheint es ja so, dass die Liebe uns für all diese Grausamkeiten resistenter macht. Deinem Vergleich der Liebe mit einer zarten Pflanze stimme ich zu: Gewalt vernichtet auf lange Sicht das Vertrauen und die Geborgenheit, die ein zentraler Gegenstand einer jeden Beziehung sein sollten.

Viele Grüße, sunrise_w
Kritiker            
no_einstein am 04.07.2008 01:11 (Kommentar)    4  
no_einstein
Hallo sunrise_w
Hallo alle anderen die sich in diesem thema interessieren,

ich bin kein psychologisch gebildeter Mensch und will es auch nicht sein, ich hoffe sehr dass Du damit Recht hast, dass in erster Linie Liebe einen Menschen bewegt den anderen wenn er/sie gewalttätig ist nicht zu verlassen.

Persönlich kann ich das niemals verstehen- ja die Liebe macht uns Menschen resistenter gegen jederart Angriffe
-von Außen-
ein gewaltsamer Angriff - und hier meine ich nicht nur einen körperlichen, denn wieviel schmerzhafter und tiefer kann psychische Gewalt in Form von Bevormundung, Mißachtung, Erniedrigung, Ignoranz, Gleichgültigkeit...........sein????

Gewalt, geübt von einer Person, die einen besonderen Stellenwert / besondere Nähe / besonderes Vertrauen (einnimmt) /eingenommen hat ist Vetrauensbruch pur und stellt den Feind in den eigenen 4 Wänden dar, der die Geborgenheit achtlos zerstört--
und vergleichsweise einem Wartesaal im Bahnhof Gemütlichkeit und Wärme verleiht.

Wer die Kraft hat solchen (Menschen)im Wiederholungsfall nicht zu verlassen, ist für mich nicht stark sondern etwas das ich nicht erklären kann und mir auch nicht erklären lassen will.

JA Liebe ist schmerzhaft wenn Mißverständnisse auftauchen, wenn wir nicht verstehen / nicht verstanden werden ....
und oft wachsen wir daran in der achtungs- und liebevollen Auseinadersetzung damit
manchmal zieht es wie Blei an unseren Flügeln - ....
...aber solange die Liebe lebt / leben darf /am Leben gelassen wird / im Leben gefördert wird gehen wir gestärkt aus dem Schatten ins Licht und können es erst durch die Erfahrung des Schattens richtig schätzen. Das gibt Kraft aus dunklem mit neuen Farben den Regenbogen neu zu malen, frischen Wind unter die Flügel zu bekommen........
Liebe Grüße no_einstein_(no_freud)


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