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Hat die Wissenschaft bewiesen, dass das Leben durch Zufall entstanden ist? Eigenwerk
von siba aus der Kategorie Umfrage - Technik, Wissenschaft

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Erstellt:    07.10.2007 21:13 1515 Lesungen, 0.0KB
Ja, die Wissenschaft kann nachweisen, dass das Leben zufällig entstand. (kommentar wäre klasse!!)
                                        7 (38.9%) 4 (57%) 3 (43%)
Nein. Und sie kann es auch nicht. Jede Antwort wirft neue Fragen auf.(kommentar wäre klasse!!)
                                                         10 (55.6%) 7 (70%) 3 (30%)
Auf jeden Fall stammt der Mensch schon mal vom Affen ab. Das ist bewiesen.(kommentar wäre klasse!!)
       1 (5.6%) 1 (100%) (0%)
å: 18 Stimmen
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Letzte Stimme: 02.06.2009 22:25


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Kritiker            
Kaigh am 13.11.2007 16:08 (Kommentar)    9    2  
Kaigh
Ja, kann sie, zumindest bis zum Urknall. Wobei es auch wieder Ansicht und Glaube des jeweiligen Betrachters ist, für sich zuentscheiden ob er die Erkenntnise so annimmt, oder ob er weiter an einen "göttlichen" Hintergrung glaubt.
Ich denke, es ist alles Zufall, das außerhalb der menschlichen Kontrolle liegt. Sollte z.B. ein Komet auf die Erde treffen, kann man zwar vorher berechnen wann das ungefähr der Fall sein wird und woher der Komet kommt, allerdings ist es doch Zufall das der Komet überhaupt unterwegs zu uns ist. Alles folgt gewissen Gesetzmäßigkeiten BIS zu einer bestimmt Größe... In der Quantenmechanik kann man bei bestimmten Ereignissen nicht zu 100% vorraussagen was passieren wird. Man hat meinetwegen drei Möglichkeiten, denen eine gewisse Wahrscheinlichkeit zugeordnet werden kann. Und da setzt aus wissenschaftlicher Sicht der Zufall ins Spiel.
Denker            
Hiker77 am 28.11.2007 19:27 (Kommentar)    8  
Hiker77
Seit 1953 ist bekannt, dass sich Biomoleküle wie Aminosäuren in einer Uratmosphäre aus Wasser, Ammoniak, Mathan und Wasserstoff unter dem Einfluss elektrischer Entladungen (Blitze) bilden können (das sog. Miller-Experiment). Nach neueren Erkenntnissen waren die Hauptbestandteile der Uratmosphäre Wasser, Kohlendioxid und Stickstoff. Auch unter diesen (oxidierenden) Bedingungen entstehen einfache Aminosäuren, die zu Peptiden kondensieren können.
Die eigentliche Entstehung von Leben, d.h. sich selbst replizierenden Systemen ist vermutlich erst wesentlich später erfolgt. Nach Darwin kann man hier den Evolutionsdruck ins Spiel bringen: Ein Molekül/Molekülkomplex und schließlich auch Lebewesen ist umso "erfolgreicher", je besser es sich gegen Zersetzung ("Fressfeinde") schützen kann. Sich selbst replizierende Moleküle wie DNA waren in einer Hülle (z.B. Micelle aus Lipiden) geschützt, und konnten sich dort vermehren. So ein System war dann wohl auch die Vorstufe zu einer Zelle.
Das ist wie meistens in der Wissenschaft ein Modell, also noch keine endgütige, unumstößliche Wahrheit. Solange wir die dahinterstehenden Naturgesetze noch nicht vollständig verstanden haben müssen wir Religion oder Zufall bemühen.
Denker            
Feynman am 13.05.2008 16:54 (Kommentar)    10  
Feynman
Eindeutige Beweise gibt es nicht, aber die Fülle der Indizien spricht sehr stark dafür.
Indizien sind: bakterielle Fossilien (ja, die gibt es), Leben in großer Tiefe in direkter Nähe heißer Unterseeschlote, fossile klimatische Hinweise, genetische Vergleiche, ...

Außerdem stammt der Mensch nicht vom Affen ab - ein unausrottbares Missverständnis - Mensch und Affen haben einen gemeinsamen Vorfahren.

Die Diskussion von Kreationisten gegen Evolutionisten ist eine Scheindiskussion. Kreationisten haben bis jetzt keine wissenschaftliche These geboten. Die Behauptungen und Beispiele von Kreationistischer Seite (nicht reduzierbare Komplexität usw.) haben sich allesamt als falsch oder nicht-wisssenschaftlich erwiesen. Und die relativ neue Strömung des Intelligent Design ist Kreationismus im säkularen Gewand, um in der langen amerikanischen Geschichte der Prozesse und Gerichtsurteile zur Evolutionstheorie in staatlichen Bildungeinrichtungen eine neue Möglichkeit zur Durchsetzung des Kreationismus zu besitzen. Wer einen guten Überblick über die Geschichte seit Bestehen von Darwins Theorie über die Entstehung der Arten haben möchte, dem empfehle ich das Buch "Trial and Error: The American Controversy Over Creation and Evolution", von Edward J. Larson

Das Experiment aus den 50ern zur "Uratmosphäre" hat nur bewiesen, dass kurzkettige Moleküle entstehen. Der Beweis der Entstehung selbstreplizierender Moleküle ist bis heute noch nicht geliefert worden. Dies ist aber ebenso wenig ein Beweis, dass die Sebstreplikation nicht spontan entstanden ist. Das Wahrscheinlichkeitsargument der Kreationisten scheitert vor Allem an der Tatsache, dass zum einen willkürliche Annahmen über die Wahrscheinlichkeit bestimmter Ereignisse getroffen werden und zum aderen diese Argumente bzw. deren mathematische Fehlerhaftigkeit bewiesen wurden. Jedoch werden unkreationistische Beweise, wissenschaftlich oder nicht, partout ignoriert.
Wären die Argumente der Kreationisten wissenschaftlich, so müsste mit Leichtigkeit der genetische Beweis erbracht werden können, dass alle Menschen von genau zwei Personen abstammen (Adam und Eva). Die Populationsgenetik widerspricht dem ganz klar. Merkwürdigerweise sind kreationistische Wissenschaftler auch gar nicht daran interessiert, dieses Forschungsgebiet für sich zu erschließen. Dabei wäre es für sie doch DIE Gelegenheit, dem Rest der ignoranten Wissenschaftler zu zeigen, wo der Hase lang läuft. Es gibt keine einzige Forschungseinrichtung, die nach kreationistischen Prinzipien arbeitet, ebensowenig Labors. Das ganze Geld geht größtenteils für PR drauf. Die Wissenschaftliche Gemeinde geht (leider) den umgekehrten Weg, wenig PR (bis auf ein paar Sensationsmeldungen), viel Geld für Forschung.
Darin liegt meiner Meinung auch der Grund, dass Kreationismus so gut funktioniert: Schlechte PR der Naturwissenschaften, gepaart mit geringer wissenschaftlicher Grundbildung der Bürger.

Als letztes wäre noch zu sagen, dass kein Wissenschaftler behauptet, die alles erklärende Lösung gefunden zu haben. Jeder Evolutionsbiologe oder Paläontologe wird bestätigen, dass das Wissen über die Frühzeit des Lebens immer unvollständig sein wird. Dies liegt vor Allem daran, dass bestimmte Organismen schlicht und einfach nicht versteinern, um als Fossile entdeckt werden zu können. Gleiches gilt mehr oder weniger für alle prähistorischen Zeiten.

Exzellent werden die Theoriebildung und die Arbeit eines Evolutionsbiologen bzw. Paläontologen im Buch "Leben", von R. Fortey beschrieben. Fortey beschreibt auch sehr genau, was die Forschung über die Erdfrühzeit leisten kann und was nicht.

Was die Physik im Bezug auf Gott etc. angeht: Kein Physiker wird sagen, dass es bewiesenermaßen keinen Gott oder ähnliches gibt. Diese Frage liegt außerhalb der Naturwissenschaften und kann mit ihren Mitteln nicht widerlegt (falsifiziert) werden. Doch gerade das ist der Kernpunkt einer wissenschaftlichen Theorie, die Falsifizierbarkeit.
Wissenschaft sucht Antworten auf wissenschaftliche Fragen. Und diese Fragen liegen alle im Bereich der physischen Welt.
Andersherum bleibt die Religion den Beweis schuldig - sie ist schließlich nicht wissenschaftlich, und sollte es (meiner Meinung nach) auch nicht sein wollen.

Als letztes sei noch gesagt: Die wissenschaftliche Widerlegung der Evolutionstheorie (in ihrer jetzigen Form) wäre noch lange kein Beweis für die Richtigkeit des Kreationismus - ein klassischer unlogischer Fehlschluss der Kreationisten.
Kritiker            
miekla am 03.06.2008 13:11 (Kommentar)    7  
miekla
Nein die Wissenschaft hat keineswegs bewiesen, dass das Leben durch Zufall entstanden ist!

Und selbst der Darwinismus müsste eigentlich schon längst nach Alfred Russel Wallace benannt sein.
Zu Darwins Glück, tanzte allerdings auch der (Nichtakademische) Russel Wallace bereits 1850 um das goldene Kalb "Wissenschaft"!!!

Angeblich hatte Wallace ja seine Erkenntnisse Darwin zur Korrektur übersandt. Der sich erst dann entschloss seine "angeblich schon" über Jahrzehnte gesammelten Tatsachen zur Evolutionstheorie zu veröffentlichen. Die gewählte Reihenfolge der Verlesung in der Linnean Society am 1. Juli 1858 war nämlich durch eine Rückdatierung von Wallace's Schriftverkehr (durch Darwin) manipuliert ! So wurde Darwin (nach meiner Meinung) völlig unberechtigter Weise, zum Begründer des Evolutionsgedankens gekürt .
Das Darwin und Wallace in ihren Büchern jeweils freundlich Bezug aufeinander nahmen, sich gegenseitig zitierten und niemals um persönliche Vorrechte stritten, lag vor allem daran, dass Wallace (der Nichtwissenschaftler) ganz einfach zu stolz darauf war, dass der Wissenschaftler Darwin überhaupt mit ihm kommunizierte und gelegentlich seinen Namen nannte. Aus gleichem Grunde nannte er die Evolutionstheorie, die er selbst unabhängig von Darwin (angeblich erst als zweiter) entwickelt hatte, stets "Darwinismus".

Eine angeblich genaue Dokumentation darüber findet sich auf der Homepage der Linnean Society. Darum wird auch immer wieder auf den bemerkenswerten und grossartigen Charakterzug von Wallace hingewiesen. Und auch darauf dass er keinerlei Ressentiments gegenüber Darwin verspürte, oder darüber, dass ihm selbst sowenig Ehre zuteil wurde. Er (der Nichtakademiker) war glücklich über zumindest ETWAS von dem Ruhm, den man Ihm, (hätte er er anders reagiert) sonst garantiert verwehrt hätte. Nur deshalb lobte die here Wissenschaft (den inzwischen längst Vergessenen) regelmässig! Wenn auch nur wegen seiner Reisebeschreibungen und seiner wertvollen Sammlungen und man gab sogar zu, dass diese die von Darwin bei weitem übertrafen! Aus gleichem Grund wurden auch seine biogeografischen Arbeiten (vordergründig) großzügig anerkannt und geschätzt.

Nur nur deshalb hatten Wallace und Darwin auch eine so gute Beziehung und einen so regen Briefwechsel. Und nur aus diesem Grunde war Wallace auch bis zu seinem Lebensende ein so eifriger Verfechter und Kommentator des "Darwinismus".

Nachdem ich mich selbst mehr als 15 Jahre lang sowohl mit dem unbewiesenen Kreativismus als auch der genauso unbewiesenen Evolutionstheorie (die eigentlich diesen Namen nicht einmal verdient) denn sie ist eigentlich eine (leere) Lehre, beschäftigt habe, bin ich persönlich der Meinung, dass es lediglich so etwas, wie eine Mini-Evolution gibt, jedoch keinerlei Beweise für eine umfassende Evolution im heutigen (meiner Meinung nach falschen) Verständnis dieses Wortes. Will heissen, dass es sehr wohl einen evolutionären Verlauf innerhalb aller Artengrenzen plus einem sich daraus entwickelnden Mimikry gibt, jedoch keine anderen nennenswerten, die Artübergreifend wären.
Da nutzt es auch nichts, dass man sich (aus gegebenem Anlass) immer öfter wissenschaftlich über die genaue Abgrenzung der Arten streitet um sich seine angeblich doch längst gesicherten Erkenntnisse noch irgendwie hinzubiegen oder hierdurch die so genannten Missing-Links zu erklären.

Auch die vom Nobelpreisträger Manfred Eigen bewirkte Produktion von Aminosäuren ist übrigens nicht durch Zufall, sondern nur durch den Einfluss einer externen Intelligenz (hier die des Herrn Eigen) möglich geworden. Daher bin ich der Meinung, dass jeglicher Evolutionssprung immer nur durch den Einfluss irgend einer externen Intelligenz möglich war oder je sein wird.
Denker            
einfach_ich am 04.06.2008 10:53 (Kommentar)    9  
einfach_ich
Definiere Zufall...
Zufall bedeutet, dass etwas ausserhalb der Planung von jemanden / etwas geschehen ist. Und so frage ich:
Kann Wissenschaft die Entstehung des Lebens als Zufall definieren, wenn kein Ereignis gegeben ist, dass einen solchen Zufall erklärt?

Bzw:

Welches Ereignis soll es denn gewesen sein, dass diesen 'Zufall' hervorgerufen hat?

Die Betrachtung geht hier immer vom Mensch aus. Um gleich eines zu klären: Ich glaube nicht an einen Gott oder dergleichen. Aber ich denke dass die Natur, Vorgänge im All und dergleichen nicht gleichzusetzen sind mit Ereignissen, die WIR MENSCHEN berechnen oder gar kontrollieren können. Wir maßen uns an überall reinzupfuschen. Aber letzendlich bedeutet das nicht auch Kontrolle. Man schaue sich die Natur an und die Kraft, die sie in letzter Zeit demonstriert. Haben wir Menschen das verursacht? Meiner Meinung nach Ja! So wie wir mit unserer Umwelt umgehen schon. Haben wir Menschen die Folgen abgesehen? Am Anfang wohl kaum. Ist deswegen die Entstehung von Naturgewalten ein Zufall? Meiner Meinung nach nicht - Es ist eher die Reaktion auf unsere Aktionen gegen die Natur. Wo man auch hinieht - Das Schema Ursache und Wirkung ist überall.
Anfänger            
talktome am 21.02.2009 17:05 (Kommentar)    5  
talktome
Solange es in der Wissenschaft verschiedene Definitionen des Begriffs Zufall gibt, kann auch die Frage nicht eindeutig beantwortet werden.
Ich denke, dass alles nach irgendwelchen Regeln abläuft. Ob es nun die Regeln der Physiker, der Mathematiker oder Chemiker sind, ob Gott oder die Partnerin die Spielregeln im Universum vorgibt, es folgt alles irgendwelchen Regeln, auch wenn diese Regeln noch nicht gefunden sind oder der Mensch sie auch nie begreifen kann.
Wenn Leben durch Experimente, meinetwegen im Reagenzglas, erzeugt werden kann, ist es kein Zufall mehr.


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Überschrift Kommentar Ergänzung

Ich habe die Richtlinen zum Schreiben von Kommentaren, gelesen und verstanden. Ich habe sie bei meinem/r Kommentar/Ergänzung beachtet.


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