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„JETZT SEIN“ Eigenwerk
von HLDirk aus der Kategorie Freier Text - Liebe, Erotik, Partnerschaft - Tantra

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Primärverzeichnis von HLDirk
Erstellt:    19.05.2007 07:43
Geändert: 19.05.2007 16:15
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Hallo - alle Tantra Freunde!

In den letzten Jahren ist Tantra immer mehr in Mode gekommen, denn diese ursprünglich geheime spirituelle Lehre erweckte zunehmend das Interesse einer breiten Öffentlichkeit.
Vor allem die sexuell ausgerichteten Darstellungen von Tantra in den Medien sorgten eher für Verwirrung und Verunsicherung, die Folge sind Vorbehalte gegen Tantra. Ein weiterer Nachteil ist, das sehr eingeschränkte Darstellung, die Reduktion von Tantra als reine Massageform oder zügellose exotische Sexualtechniken.
Tantra ist ein Wort aus dem Sanskrit (= die heilige Schrift der Hindus und Buddhisten) und bedeutet „verweben“ oder „ausdehnen“. Die Ursprünge des Tantra reichen ca. 5000 Jahre zurück. Tantra ist der einzige ganzheitliche -spirituelle Erfahrungsweg, der ganz bewusst menschliche Sexualität integriert und einbezieht. In unserer Kultur gibt es keine Beachtung der währen Potentiale, die in unserer Sexualität schlummern. Heutige Sexualität beschränkt sich meistens nur auf das Erreichen eines schnellen Orgasmus, ohne auf die Gefühle aller beteiligten Rücksicht zu nehmen. Dies führt dazu, dass wir Liebesfähigkeit verlieren, dass wir nur selten guten Sex erleben und nicht wahrnehmen, dass wir innerlich leer werden und emotional dabei ausbrennen. Wir verlieren unsere Fähigkeit wirklich zu lieben.
Tantra ist ein Weg, der uns Menschen aufzeigt - wie wir unsere ursprüngliche Lebensfreude zurückgewinnen können und unsere Sehnsucht nach einem inneren - emotionalen Gleichgewicht erreichen.

Was ist Tantra?

Wurzeln des Tantra reichen zurück. Bis etwa 3000 Jahre vor Christus! Die ältesten, bekannten Schriftstücke die den Begriff „TANTRA“ verwenden, sind aus dem Zeitraum ca. 500 Jahre vor Christus. Wobei einzelne Tantra Rituale und Praktiken schon tausende Jahre früher praktiziert wurden. Figuren und Zeichnungen alter Tempel belegen dies eindeutig.
Der Begriff »Tantra« stammt aus dem Sanskrit (= Heilige Schrift der Taoisten) und bedeutet „verweben“ oder „verbinden“ Außerdem heißt »Tantra« auch so viel wie „innerstes Wesen“ oder “Essenz“. Ursprünglich wurde unter dieser Bezeichnung eine Reihe von Ritualen und Schriften zusammengefasst - die so genannten „Tantras“, die aus der geistigen Welt des Hinduismus und Buddhismus stammen.
Verschiedene Richtungen haben sich zu verschiedenen Epochen vor allem im indischen Kulturraum und im Himalaja entwickelt. Sowohl im Hinduismus als auch im Taoismus (Buddhismus) existieren tantrische Traditionen, die meistens nur durch direkte Übertragungslinien von Meister zu Schüler weitergegeben wurden. (Viele Techniken und Rituale wurden über sehr lange Zeiträume geheim gehalten und blieben nur Mönchen und Meistern zugänglich.)
Die meisten westlichen Menschen verstehen nicht, was Tantra ist und was Tantra bewirken kann. Durch das strenge Christentum wurden Tantra Praktiken an der Verbreitung in den europäischen Raum lange Zeit wirksam unterbunden.
Wer Tantra richtig verstehen will, sollte einen Blick auf die historischen Hintergründe werfen. Heute verwechseln viele Menschen Tantra mit einer orientalischen Religion, oder einfach mit zügelloser Sexualität.
Dabei liegt die tiefere Bedeutung der östlichen Liebeskunst darin, die engen Grenzen des alltäglichen Bewusstseins zu sprengen. Durch Tantra - Übungen wird der Energiefluss im Feinstoffkörper aktiviert, wodurch die Chakras, die Bewusstseinszentren der menschlichen Aura, sich weiter entfalten können. Tantra schärft den Blick für die Wirklichkeit, die sich hinter der äußeren Erscheinung (oft nur Fassade) verbirgt, und so lernen Tantra Übende, sich selbst und ihren Partner mit neuen, das heißt wacheren und liebevolleren Augen zu sehen.
In den siebziger Jahren brachten Leute wie „Osho, Margo Anand, Alan Loven“ tantrische Lehren und „freizügige Lebensweise“ in den europäischen und amerikanischen Kulturraum. Oft wurden sie deshalb als Spinner oder als Verrückte abgelehnt.
Der Theologe und Sexualforscher Dr. Joseph Kramer aus Kalifornien entwickelte 1982 die „Taoist Erotic Massage“ und schuf damit eine Form spirituell, erotischer Körperarbeit, die auf tantrisch - taoistischen Grundlagen beruht und in erster Linie Atem- und Massagearbeit zum Schwerpunkt hat, wichtiger Bestandteil dieser Massagearbeit war die taoistische Lingammassage (d.h. die Massage des männlichen Genitals). In Zusammenarbeit mit Annie Sprinkle wurde das weibliche Gegenstück dazu, die so genannte Yonimassage entwickelt.
Tantra bedeutet innere Haltung und fundiertes Wissen. Der Grundgedanke ist die Akzeptanz und Verehrung der sinnlichen Existenz des Menschen, die Begrüßung und Bestätigung seiner Körperlichkeit. Der Körper ist der „Tempel unserer Seele" – deshalb verehren wir ihn.
Obschon TANTRA sehr erotisch ist, ist es viel mehr eine „respektable Lebenseinstellung oder Geisteshaltung“. Hindi – Mönche verstanden es in faszinierender Weise, menschliche Sexualität als positive Energiequelle anzunehmen und positiv zu nutzen, ja es ging so weit, das man mit Hilfe erotischer Massagen, Krankheiten und seelische Krisen, zu heilen vermochte.
Ziel des tantrischen Weges ist die Erfahrung der natürlichen Ganzheit als spirituelles und sexuelles Wesen. Wer sich als Mensch in der Schöpfung, in der Natur wieder finden kann, findet seinen göttlichen Ursprung, tiefe innere Ruhe und Zufriedenheit!
Dabei ist Tantra der einzige ganzheitliche, spirituelle Lebensweg, der ganz bewusst menschliche Sexualität integriert und einbezieht. Tantriker vermögen aus der eigenen Sexualität, lebendige und erfahrbare Kraft zu schöpfen!


Wie wir Menschen leben:

Voller Ungeduld haben wir Menschen es eilig – erwachsen zu werden, um sich später danach zu sehnen – wieder wie Kinder sein zu können.

Wir setzen unsere Gesundheit aus Spiel – um viel Geld zu verdienen, um später viel Geld auszugeben – wieder gesund zu werden.

Die meisten Menschen Leben – als würden sie niemals sterben, um dann zu sterben – als wenn sie niemals gelebt hätten.

Viele von uns blicken so ängstlich in die Zukunft – das sie ihr heutiges Leben, das „Jetzt“ vergessen, so dass sie weder in der Gegenwart – noch in der Zukunft bewusst leben.

TANTRA - ist ein uralter, buddhistischer Erfahrungsweg der sich auf das „JETZT SEIN“ konzentriert. TANTRA zeigt uns, wie wir das jetzt Leben zurück erobern, die engen Grenzen des alltäglichen Bewusstseins sprengen. Tantra schärft den ehrlichen Blick für das wesendliche, für die tiefe Wirklichkeit, die sich hinter äußeren Erscheinungen verbirgt (die oft nur Fassaden ist). So lernen Tantra Übende als erstes, sich selbst mit anderen Augen zu sehen. Ganzheitliches Tantra beginnt bei uns selbst. Jeder wird da abgeholt wo er sich gerade befindet. Die Basis von Tantra ist Selbstliebe, nur wer sich selber liebt und sich akzeptiert wie er ist, kann lernen andere Menschen mit neuen, liebevolleren Augen zu sehen.
Tantra, wie ich es verstehe ist ein Erfahrungsweg, sich ureigenen Empfindungen und Wahrnehmungen hinzugeben, um ganz Mensch zu sein. Sich ganz hingeben heißt, alles was mich ausmacht, zu akzeptieren und mitzunehmen. Meine Ängste, meine Freude, meine Lustlosigkeit, meine Sexualität sind nur verschiedene Ausprägungen meines vollständigen Wesens.
Sich ganz hingeben heißt alles, was mich ausmacht, mitzunehmen. Alle Wesen in mir, all das strahlende und all das finstere. Gut und Böse ist eine Illusion, eine Täuschung, die uns von denen gegeben wurde und gegeben wird, die Dich klein halten möchten um nicht mit ihrer eigenen Beschränktheit konfrontiert zu werden.
Du lebst „tantrisch“, wenn Du alle Zustände in Dir annehmen und erfüllt leben kannst: Deine Angst, Deine Freude, Deine Lustlosigkeit, Deine Sexualität sind nur verschiedene Ausprägungen Deines kompletten und vollständigen Wesens.
Tantrisches Leben ist meditativ, spontan und ganz bewusst voller Intimität und erotischer Nähe. Tantra geht weg vom „TUN“ und wendet sich ganz dem „SEIN“ zu. Tantrischer Sex ist voller Stille und Innehalten. Es gibt nichts zu tun, es gibt kein Ziel, nur den gegenwärtigen Moment spüren.
In jeder menschlichen Seele besteht der Wunsch nach Geborgenheit, Achtsamkeit, Liebe, menschlicher Nähe und auch nach Sex der so voller Hingabe ist, das er die Seele berührt.
Die verschiedenen tantrischen Techniken sind nichts weiter als eine Schubkarre in welche Du Deine Liebe hineinpackst, sie zu Deinem Empfänger fährst um ihn dann damit zu beschenken.
Es braucht nur sehr wenig Technik um eine Schubkarre zu fahren – so ist es auch beim Tantra. Es ist leicht die Techniken zu verwenden, da es für die Technik nur 10% Deiner Energie braucht. Die restlichen 90% verwendest Du auf das Geben Deiner Liebe.
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