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Im Sinn Eigenwerk
von HomeOfTheBlues aus der Kategorie Gedicht - Gefühle, Liebe - Sehnsucht, Hoffnung

Die Schöpfung
Der Name ist Wind, Zeit ist Spur, man verbinde beides mit einer Schnur und folge dem Ort, vielleicht bin ich dort... Oh diese Geschichten..tretet ein
Erstellt:    18.09.2006 22:54
Geändert: 06.11.2006 22:16
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Im Sinn

Ich hab dich immer,
hab dich immer noch im Sinn,
treibe umher in Ozeanen meiner Selbst,
tiefste Gefühle wogen, stürmen,
reichen mir bis ans Kinn,
ganzgleich, was ich tue,
ich hab dich immer,
hab dich immer noch im Sinn.

Von Januarluft zu Blütenduft,
von der anderen Seite des Schlafes
zu Gondeln zwischen Flüssen aus Leben und Traum,
von flammenumwölkten Rissen in Zeit und Raum
zu Jahren menschlicher Wanderschaft,
von Schluchzen zu Flehen,
von Gedanken,
roh, wild und verdorben,
wie sie zwischen leuchtenden Augenovalen
im Dickicht unseres Geistes Unterholz entstehen,
von entfernten Nischen der Wirklichkeit
zu Gedichten, Lyrik wie Romanen,
von Ewigkeit zu Ewigkeit
spielen sie ihre stummen Lieder von
Liebe, Hass und Schmerz,
die im Schatten der Hoffnung und des Sehnens gedeihen,
aber in Herzen gesät, in Worten geerntet,
von Feder sorgsam geführt,
sind sie das einzige Gut,
das uns die Vergänglichkeit leiht,
Worte sind das einzige,
das einzige zwischen verblassenden Generationen,
Lebensgeschichten, Asche und Verfall auf des Todes Schwelle,
das einzig Überlebende von den Seelen der Dinge,
einzig überlebend im Martyrium gegen die Zeit,
Worte sind das einzige,
was für immer poetisch bleibt,
was ich dir in Liebe sage
von mir zu dir,
denn ich hab dich immer,
hab dich immer noch im Sinn,
ob du nun kommst oder gehst,
ob ich nun blind bin und du vor mir stehst,
ob ich dich nur einmal sehe, Augenblicke mit dir zähle,
sie sammle und hoffe, du weißt sie ebenso zu schätzen
oder die Jahre sich an Zeit nähren und du wirst es lernen,
ich hab dich immer noch im Sinn,
mein Weg ist lang zu dir,
auch ich muss wieder Erinnerung lernen,
und wie oft ich mich doch tadle,
wie konnte ich nur fortgehen,
in die Ferne ziehen,
aber auf derselben Erde gehen,
doch so nah,
in Sommern und Wintern leben,
aber dieselbe Luft atmen,
doch so nah,
und wie kann ich nur woanders sein,
wenn ich doch weiß,
du und ich,
wir sterben unter demselben Sternenschein?











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