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Amors Schriften Eigenwerk
von HomeOfTheBlues aus der Kategorie Gedicht - Leben, Erfahrungen - Abschnitte, Wege

Die Schöpfung
Der Name ist Wind, Zeit ist Spur, man verbinde beides mit einer Schnur und folge dem Ort, vielleicht bin ich dort... Oh diese Geschichten..tretet ein
Erstellt:    18.09.2006 22:38
Geändert: 18.10.2006 11:58
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Amors Schriften
Der Weg der Geiseln


Wonach suchst du, fragte mich der Tod,
ist es der Reise wert, der Zeit, all ihrer Mühseligkeit,
sie so viel deines geheiligten Körperwassers
aus alternden Poren treibt.
Sag, ist es dir wert? Dein Leben?
Dein einzig Leben?

Wankend an des Weges Abgrund,
doch den Tod, den Tod lass ich stehen,
ermutige die zaghaften Scharen, jene die noch mit mir gehen,
auf dass sie nicht auf sein Flüstern lauschen
- o wie lasziv er doch sein kann -
auf dass sie nicht auf sein Säuseln hereinfallen,
o welch süßer Paradiesblumennektar –
doch widersteht,
der Tod ist der Schatten der Schwachen,
wir werden wachen, wachen an Tagen so grausam hell,
in Nächten so grausam schwarz,
werden wachen, wenn tadelnder Regen peitscht,
die Haltlosen zurückschwemmt,
werden wachen, wenn barbarische Meere aufbrausen,
wilde Brandung uns am Fortkommen hemmt,
werden wachen, wenn graue Nebelkrieger die Klippen verschleiern,
Schnee unsere Spuren verwischt,
Stürme uns die Asche unserer Vorgänger entgegenwehen,
bald auch gegen uns werden aufbegehren,
unser Fleisch schmecken, Haut riechen,
von Tränen und stummen Gebeten zehren,
werden wachen, wenn feindseliges Getier
aus tiefsten Bergseen empor klettert,
um uns den Weg zu erschweren,
werden wachen, wenn die entferntesten Sterne vor uns herabstürzen,
wenn ihre Träume verheißenden Irrlichter bannen,
uns zu trennen gedenken in unserem so leicht gerufenen Verlangen,
dem Sehnen, dem Wunsch, dem Recht auf Liebe,
und so stürzen wieder ein paar mit blutschwangeren Wangen,
verlieren Willen, Mut und Anschluss, erliegen dem Verlangen, stolpern in Wälder auf Pfaden, die sich niemals kreuzen,
ganz gleich ob ich nun wache, hören will ich nicht, wie sie verenden,
Klänge fliegengleicher Schreie,
schwirrend um ihrer Hoffnung hässlichen Verfall,
man gnade ihnen, untergegangen zu sein
in der Menschheit letzter großer Fehde,
wacker haben sie gekämpft auf der Suche nach Liebe,
ich bin nicht bemüht um Worte, ruhmreiche Rede,
anheim gefallen sind sie der Ungeduld hungrigem Rachen
aber Gott weiß, der Rest von uns wird wachen,
wachen, immerzu wachen,
suchen, immerzu suchen,
gehen, immerzu gehen,
wir sind nicht mehr viele,
die Ewigkeit hinter der Haut der Zeit,
sie wird kälter und kälter,
aber wir werden wachen, immerzu wachen
............
Bis sich das erste müde Auge schließt

Unser Weg,
der Weg der Geiseln ist vorbestimmt,
viele Winter ist es nun her,
ich war wohl noch ein Kind,
da träumte ich bereits, ja ich träumte
vom Orden, von Liebe, von Ewigkeit und der Spirale aus Wind,
die mich eines Tages dorthin bringt.

Und ich träumte von Amors Schriften,
den Worten aus seiner Feder,
niedergeschrieben in Bänden,
die aussagten, wo, wann und in wem
wir unsre einzig wahre Liebe fänden,
niedergeschrieben in einer anderen Zeit,
niedergeschrieben und verborgen
weit, weit im unerschlossenem Reich der Ewigkeit.

In Amors Schriften,
man glaubt, hier ist jeder Mensch erfasst,
ein Zauberwerk, man glaubt es erfindet sich stets,
sobald ein jeder Neugeborene betritt seines Lebens Wegs,
der Liebe oft erzähltes Geheimnis,
es lüftet sich in den Schriften,
offenbart sich in dem Namen, deinem steht gegenüber,
so will es die Überlieferung der Alten,
die damit vertraut,
so will es eines jeden Sterblichen Sehnsucht,
weil insgeheim jeder daran glaubt.

Und so sei ein jeder gewahr,
bestärkt in seiner Hoffnung,
Amors Schriften sind nicht nur der Wunsch,
ablesbar von eurer Augen Flehen,
gebrochene Herzen, ihr werdet schon bald wieder gehen,
die Schriften sind keine Lüge,
ich hörte Stimmen aus Zwischenwelt und Ebenen der Ewigkeit,
sie sprechen davon, weisen aber keine Wege,
so müssen wir schon morgen weiterziehen,
so fern Zeit hier von Bedeutung,
so fern überhaupt etwas relevant,
so fern wir noch leben,
so fern mein Atem nicht Einbildung ist ,
so fern, so fern und so fern von Zuhause,
wir werden wachen, immerzu wachen,
suchen, immerzu suchen,
gehen, immerzu gehen,
wir sind nicht mehr viele,
die Ewigkeit hinter der Haut der Zeit,
sie wird kälter und kälter,
aber wir werden wachen, immerzu wachen
............
Bis sich das erste müde Auge schließt
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