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meer:wind: Sommerstimmung Eigenwerk
von Ahnengalerie aus der Kategorie Gedanke - Philosophisches - Welt, Umwelt

Texte -> Gedanken
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Erstellt:    11.06.2006 20:53
Geändert: 30.10.2008 21:01
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Die Sonne und die Wärme locken mich heute, am ersten richtigen Sommerabend, noch nach draußen zu einer Zeit, die zu anderen Jahreszeiten schon lange nicht mehr zum Tage gezählt werden würde. Ich setze mich auf das Fahrrad und fahre meine Stammrunde. An dem schönen Seglerhafen setze ich mich auf eine schattige Bank. Zunächst ist es wie normal, alle Fremden sind potentielle Gefahren, denen ich ja nicht zu nahe kommen möchte. Es braucht schon Überwindung, auf der Bank inmitten so vieler unbekannter Menschen einzuhalten, und nicht, wie ich es sonst meist zu tun pflege, an allem schnell vorbeizufahren, wodurch mir Unverbindlichkeit garantiert wird. Erst fühle ich mich wie ein Fremdkörper, der da einfach nicht hingehört. Doch ich bin hartnäckig und arbeite an mir, bleibe doch sitzen. Mir fällt auf, dass heute alle gut gelaunt sind und jeder auf seine Art Freude empfindet. Links liegt das Liebespaar im Gras und genießt die gegenseitige Nähe. Auf der anderen Wasserseite lärmen Jugendliche und haben so auf ihre Art Spaß. Vor mir liegt das Segelschiff mit den scheinbar unbeschwerten, sorgenfreien Urlaubsmenschen, die die Sonne genießen und ungezwungen miteinander umgehen. Einer beginnt, Didgeridoo zu spielen, und macht das wirklich gut. Die Kinder machen sich gegenseitig nass und sinnen mit jedem Attentat auf noch größere Rache, tricksen sich gegenseitig aus. Die Unbeschwertheit der Kinder ist herrlich anzuschauen. Hin und wieder gehen Menschen vorbei, einer setzt sich auf die Bank neben mir. Auch wenn ich es immer denke, es ist nicht ungewöhnlich, dass ich dort alleine sitze und einfach so schaue; und wahrscheinlich kümmert es nicht einmal irgendjemanden. So wird nach und nach alles ein Teil von mir und ich beginne, mich richtig wohl zu fühlen. Wie ich mit dem Fahrrad weiterfahre, erwische ich mich plötzlich dabei, dass ich meinen Ohrwurm nicht nur im Kopf durchspiele, sondern laut vor mir her singe. Damit wird mir deutlich, dass ich diese Blockade überwunden habe; dass der Gedanke, wie ich auf andere wirke, endlich einmal in den Hintergrund gedrängt ist. Ich wünschte, mir gelänge das häufiger.

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