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Geschichten, die das Internet schreibt Eigenwerk
von KnuffelchenHH aus der Kategorie Freier Text - Menschen, Gesellschaft

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Primärverzeichnis von KnuffelchenHH
Erstellt:    26.09.2005 12:48 19077 Lesungen, 11.3KB

Fall A: 36 Jahre, geschieden, 2 kleine Söhne, 6+7 Jahre

Sie hat mich angeschrieben, weil ihr mein Profil sehr gefallen hat. In der Mail bemerkte sie sofort, dass sie geschieden sei und 2 Kinder hätte und nun zumindest einen Freizeitpartner sucht, mit dem sie etwas unternehmen könne. Sie sei aber auch nicht abgeneigt, wieder eine Beziehung einzugehen

Auf diese Nachricht hin erfolgten einige Mailwechsel wobei wir beide feststellten, dass wir doch recht viele gemeinsamen Interressen hätten. Kurzerhand telefonierten wir und verabredeten uns zum Besuch von ‚Du und Deine Welt’ Ich fand sie äusserst sympatisch und der Besuch war mehr als Lustig. Den Kindern hat es auch äusserst gut gefallen. Ich begleitete sie nach dem Besuch, noch ein Stück, wo sich dann unsere Wege trennten.

Es folgten wieder einige sehr nette Mailwechsel und Telefonate und wir vereinbarten kurzentschlossen wieder ein Treffen in Planten un Blomen, wo die Kinder auf dem grossen Spielplatz sich austoben konnten und wir da ein wenig Zeit hatten uns in aller Ruhe zu unterhalten. Dies taten wir auch eine ganze Weile bis ihre Kids uns aufforderten doch mit ihnen ein wenig an den Wasserkanonen zu spielen. Das Ende vom Lied Wir waren alle ziemlich klitschnass und ausgehungert. Zum Glück war das Wetter äusserst warm und unsere Sachen trockneten schnell. Nach dem Essen brachte ich sie noch zur Bahn und sie schlug dort vor, dass ich sie die nächsten Tage mal zu Hause besuchen sollte.

Als ich den Tag darauf sie anrufen wollte, wiegelte sie schnell ab. Sie meinte, dass ihr Ex-Mann dort sei und sie ein wenig Stress mit ihm hätte. Sie werde sich dann wieder melden. Ich schrieb den nächsten Tag eine Nachricht um mal nachzufragen, wie es ihr ginge. Eine Antwort gab es nicht. Am nächsten Tag schrieb ich erneut eine Nachricht. Wieder keine Antwort. Als ich wieder einen Tag später versuchte anzurufen, wurde nicht abgenommen. Die letzte Mail die ich schrieb, kam zurück (Empfänger existiert nicht). Ich beschloss einfach zu warten, dass sie sich vielleicht meldete. Es gab aber nie mehr eine Nachricht von ihr.

Einige Tage später, stand in ihrem Profil, das sie vor kurzem von ihrem letzten Kontakt sehr enttäuscht worden sei ... War ich das etwa? Wenn ja, womit habe ich sie enttäuscht? Ich habe es nie herausgefunden.



Fall B: 29 Jahre, Ledig, Zwillinge, beide 8 Jahre, Junge + Mädchen

Ich fand ihre Anzeige in einer Kontaktbörse, die inzwischen nicht mehr existiert. Sie hatte einige Bilder eingestellt, die mir sehr gefielen. Auf einem Bild waren auch ihre Kiddies zu sehen. Ich beschloss, einfach mal einen netten Text zu verfassen um Kontakt aufzunehmen. Es dauerte auch keine 2 Stunden, bis eine Antwort kam. Es folgte der übliche Mailwechsel und der Abgleich der ‚Technischen Daten’. Kurz darauf redeten wir im Chat-Messanger weiter. Nach etlichen Stunden verabredeten wir uns zum Kaffee in einer Cafeteria. Da wir beide Bilder voneinander hatten, gab es auch keine Probleme uns zu erkennen. Wir verstanden uns auf Anhieb bombig. Konnten teilweise nicht mehr vor lachen und kam uns auch schon sehr schnell ziemlich nahe. Ihre Kinder waren bei einer Freundin und so konnten wir noch den ganzen Abend geniessen. Nach vorgerückter Stunde, trennten wir uns wieder mit einem kleinen Küsschen. Ich glaubte, das ist es

Nur 2 Tage später lud sie mich zum Essen zu sich ein, mit der kleinen Bemerkung ‚Aber wehe du kommst nicht’. Diesen Nebensatz, nahm ich da noch nicht sonderlich ernst. Sagt man ja hin und wieder im Spass auch mal zu Freunden. Ich war glücklich, machte mich ein wenig zurecht und fuhr gleich zu ihr. Sie tischte auch ein sehr leckeres Essen auf und ich lernte dabei dann auch ihre Kids kennen. Da wir teilweise gleiche Interessen hatten, schritten die Stunden auch recht schnell voran und die Kinder mussten ins Bett. Nachdem ein wenig Ruhe eingekehrt war und ich ihr noch ein wenig bei der Hausarbeit geholfen habe, fragte sie, ob ich bei ihr bleiben wollte. Natürlich hatte ich nichts dagegen. Naja, es wurde jedenfalls eine schlaflose und sehr intime Nacht

Ich blieb noch bis zum Nachmittag und da musste ich nach Hause, da am nächsten Tag, die Arbeit wieder rief. Den Arbeitstag hing ich ein wenig durch, da ich die letzte Nacht auch nicht viel schlief, weil ich ständig an sie denken musste. Nach Feierabend bekam ich einen Anruf wo sie mich in einer Art Befehlston zum Essen zu ihr zitierte. Ich wollte sie nicht verärgern also sagte ich nichts weiter dazu. Auch dieser Abend war äusserst nett mit ihr und es gab nochmals einige intime Begegnungen. Da ich nächsten Tag aber wieder arbeiten musste, mussten wir beide uns ein wenig zurückhalten. Mein Arbeitszeug hatte ich schon zu ihr mitgenommen, so konnte ich gleich von ihr aus zur Arbeit fahren.

Die nächsten Tage trafen wir uns hauptsächlich irgendwo in der Stadt. Aber jedes Mal bat sie mich nicht darum, sie zu treffen, sondern befahl es mir eher. Am darauf folgenden Wochenende wollte sie zu ‚Happy Family’. Und wieder meinte sie, das ich da mitgehen sollte und wehe ich hätte etwas anderes vor. So sehr ich sie mochte, aber das wollte ich so nicht. Ein Sklave in einer Beziehung sein, ist nicht gerade dass was ich mir vorstelle. Das Gespräch war nicht sehr fruchtend. Ich fand heraus, dass bei ihr die Männer gehorchen müssten. Das Gespräch endete damit das sie mir noch einen letzten ‚Befehl’ gab: ‚Ruf mich nicht wieder an’.



Fall C: ? Jahre, Unbekannter Familienstand, keine Kinder (soweit ich weiss)

Diese Dame lernte ich bei einem Single-Brunch kennen, der durch eine Internetseite veranstaltet wurde. Ich war ein wenig zu früh da, und der Zufall wollte es wohl so, das sie ebenso ein wenig zu früh war. Wir kamen also zwangsläufig ins Gespräch. Ich erfuhr, dass sie neu in der Stadt sei und noch nicht viel kennen würde. Ich erzählte ihr ein wenig von ein paar netten Ecken, die ich hier schon finden durfte und was man so alles unternehmen könnte. Nach und nach trudelten die anderen Teilnehmer ein und es wurde eine recht heitere Runde. Trotz der vielen anderen Gäste, kam ich aber immer wieder mit ihr ins Gespräch. Nach einigen Stunden wurde die Runde immer kleiner, bis es auch für uns Zeit wurde. Wir beschlossen in Kontakt zu bleiben und tauschten so erst einmal Mail-Adressen aus. Die Telefonnummer, wollte sie noch nicht rausgeben, was für mich auch kein Problem war. Hauptsache man konnte sich irgendwie mitteilen.

Abends schrieb ich ihr, dass ich es äusserst nett fand und wünschte ihr noch einen sehr schönen Abend. Die nächsten beiden Tage überlegte ich, was wir mal unternhmen könnten. Ich wollte ihr doch ein wenig die Stadt zeigen. Ich kam auf einige Ideen und schrieb sie dann nochmals an, wo ich ihr meine Vorschläge mitteilte. Als ich die Antwort bekam, war ich doch recht überascht. Bevor sie weiteres mit mir unternehmen wollte, sollte ich erst einmal mit ihr ins Bett gehen, damit sie meine ‚Qualitäten’ testen kann. Nun gut. Wenn sie mich so nett findet, dass sie gleich mit mir Sex haben wollte, wäre ich wohl auch nicht abgeneigt. Man könnte ja etwas unternehmen und wenn wir danach noch ein wenig Lust aufeinander haben, kann man ja Dies schrieb ich ihr auch.

Am nächsten Tag kam dann die Antwort, worin sie meinen Vorschlag ablehnte. Entweder ich gehe beim nächsten Treffen gleich mit ihr in die Kiste, oder wir lassen es. Eine Erklärung schrieb sie auch dazu. Ihr Ex-Freund war eine Flasche im Bett und da sie sexuell äusserst aktiv sei, möchte sie jemanden haben, der mit ihr mithalten kann.

Naja. Ich lehnte dankend ab. Hätte ich fragen sollen, ob ich dann evtl. ein Prüfungszeugnis bekommen hätte?



Fall D: 31 Jahre, angeblich Ledig, 3 Kinder 7-13 Jahre, 1 davon auf Hochbegabteninternat

Es kommt ja selten genug vor, dass man von einer Frau angeschrieben wird. Aber ich wurde es von dieser Frau. Ihr sei mein Profil aufgefallen, weil wir in der gleich Stadt zur Welt gekommen sind. Ich antwortete umgehend und war natürlich ein wenig neugierig. Es stellte sich schnell heraus, dass wir sogar die gleiche Schule besuchten. Sie schickte mir auch ein Bild aus ihrer Kindheit. Ich mag mich täuschen, aber ich glaube, dass ich sie darauf erkannt habe. Ich wollte nun gerne mit ihr telefonieren. Ein halbes Wunder mal jemanden zu treffen, mit dem man eine gemeinsame Vergangenheit hat. Da sie mir ihre Nummer nicht geben wollte, gab ich ihr meine. Die Telefonate gingen auch über Stunden. Wir sind nahezu über jeden Lehrer hergezogen. Haben Ereignisse in meiner Heimat gemeinsam besprochen usw. usw. Dies ging die nächsten Tage so weiter. Sie erzählte mir auch dass sie schon länger alleine wäre aber gerne wieder einen Partner hätte aber wohl nie heiraten würde. Nur am Wochenende konnten wir nicht telefonieren, da sie dort unterwegs sei.

Die Woche darauf, wollte ich sie nun wirklich mal persönlich kennenlernen. Da sie nicht gross von zu Hause weg konnte, wegen der Kids, schlug ich vor sie zu besuchen. Wir vereinbarten, dass sie mir ein wenig entgegenkam, weil die Busfahrt zu ihrer Wohnung ein wenig komplizert sei. Uhrzeit etc. waren schnell ausgemacht und tags darauf, machte ich mich auf den Weg. An der vereinbarten Haltestation war sie noch nicht dort. Ich wartete also ein wenig. Beim Kiosk gönnte ich mir noch einen Kaffee. Die Zeit verging und nach gut 2 Stunden musste ich mir wohl eingestehen, dass ich versetzt worden bin, also fuhr ich wieder, äusserst enttäuscht, wieder nach Hause.

Gegen Abend bekam ich eine Nachricht, in der sie sich 1000x entschuldigt. Ihre Tochter sei in der Schule schlecht geworden und sie konnte nicht weg. Auf Handy konnte sie mich angeblich nicht erreichen. Abends rief sie mich noch einmal an und wir unterhielten uns weiter. Die Enttäuschung war recht schnell verflogen, da die Geschichte mit ihrer Tochter wohl stimmte (Glaube ich zumindest). So ging es wieder einige Tage weiter und wir wollten einen erneuten Versuch wagen. Diesmal sollte ich aber gleich zu ihrer Wohnung kommen. Sie erklärte mir genau wie ich fahren musste. Ich machte mich also den nächsten Tag wieder auf den Weg. Ich fand das Haus auch recht schnell und ich war doch ein wenig aufgeregt als ich klingelte. In der Wohnung rührte sich aber nichts. Ich klingelte noch einmal, wieder nichts. Kurz darauf hörte ich eine Männerstimme in der Wohnung. Ich konnte es nicht verstehen aber es klang irgendwie wie ‚Hoffentlich gibt er gleich auf’. Mag natürlich sein, dass ich mir diesen Wortlaut auch eher einbildete. Aber die Stimme war auf jeden Fall zu hören. Vielleicht war sie ja nur noch kurz etwas besorgen, also wartete ich noch ein wenig. Nach gut 1 Stunde und erneuten Klingeln, gab ich es auf. Ich schrieb ihr noch einen kleinen Brief, worauf ich ihr mitteilte dass ich sehr enttäuscht sei und ich mir ziemlich verar vorkam und ging wieder.

Gegen Abend war sie wieder Online und ich fragte sie, was das Ganze sollte. Sie versicherte mir, dass sie zu Hause war und ich wohl im falschen Haus war. Komisch war nur, dass der Name etc. an der Tür stimmte. Danach brach der Kontakt ab.

Einige Wochen später, gab es einen Link auf ihrem Profil zu einer Bildergallerie einer Hochzeit vor 2 Wochen. Sie habe endlich ihren langen Lebenspartner geheiratet und das Baby sei auf dem U-Schall-Bild auch schon gut erkennbar. Da kann ich nur alles Gute und viel Glück fürs weitere Leben wünschen. Warum aber nur die Lügerei und das Theater mit mir?
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