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die varianten des lebens Eigenwerk
von xenid aus der Kategorie Gedanke - Leben

Texte
Texte, die mir zusagen und auch ein paar eigene.
Erstellt:    12.09.2005 00:00 1451 Lesungen, 3.7KB

zu zeiten befällt einen manchesmal so ein starkes bedürfnis lebensabschnitte zu überfliegen und die eigene entwicklung zu betrachten.
als ich dies gestern abend tat, bekam ich einen gedankenblitz. ein modell. wie im physikunterricht eine veranschaulichung für einen sachverhalt.
das für mich so auffallende war, daß ich solche modellhaften visionen schon mal hatte. damals war ich noch ein junger wilder und ließ mich durch allerhand mystisches experimentieren in welten des unsagbaren führen. in dieser zeit verdeutlichten sich mir häufig die zusammenhänge in formen diagrammhafter darstellung.

29.08.2005
die varianten des lebens

wir haben eine sinuskurve - das leben.


wir haben eine konstante - die seele.
wir betrachten sie der einfachheit als zeit.

--> siehe als veranschaulichung das BILD: LEBENS-SINUS


das ganze beziehen wir auf die welt der wahrnehmung.
die zeit breitet sich in der horizontalen aus - die seele verströmt sich oder sie durchwebt den raum.
und das leben schwingt bei diesem ewigen ergießen als welle auf und ab.

variante 1:
„auf der welle reiten oder mit dem fluß schwimmen.“
wie schon zu erkennen sein dürfte, man läßt sich mit dem leben treiben. auf - ab, gut - böse, schön - schlecht --> dualität.

variante 2:
„die mitte wahren.“
diese variante entspricht dem asketen. enthaltsamkeit des lebens. ohne emotionale bindung. kein entweder oder. ein lebendes nichts. und durch dieses sein fließend in der zeit. --> polarität.

variante 3:
„das tanzende äffchen oder das symbol surfgeneration“
wir wissen von der konstante. wir wissen vom auf und ab. wenn man will, kann man immer oben sein.
der welle folgen, von beginn an. den wellenberg hinauf. an der kuppe den sanften übergang. abwärts.
und dann im moment der letzten zuversicht - dem schnittpunkt zur seelenkonstante - abspringen ehe man die dunklen bereiche berüht und sich hinabziehen läßt.
ein neuer berg wächst. --> spontane synchronizität

diese varianten stellen wie alle wissenschaftlichen modellanschauungen nur gewisse rahmenbedingungen klar, welche sich in der erscheinung in vielfalt verknüpfen. sie sind aber dennoch die einzigen drei lebensfähigen modelle, welche demnach die grenzen des lebens abstecken.
ausnahmen gibt es natürlich. beispielsweise kommt es des öfteren vor, daß einer auf der aufsteigenden welle solch gefallen dran findet, daß er den übergang zum fall nicht wahrhaben will, ja durch seine vorstellung geblendet nicht sieht. er steigt fast geradlinig auf, bis er irgendwann - spätestens wenn die seelenferne zu groß ist, daß sie einen aufmerksamkeitsimpuls sendet - gewahr wird, daß er bodenlos ist und fällt, tief fällt. ein anderes beispiel sind die imkreisläufer. diese spiegeln ihre wundervollen erlebnisse als negation in den unteren wellenbereich und somit schwimmen sie wasserrollenartig an einer stelle und verändern einzig den rotationsradius. sie meinen sogar das dies sein muß, da alles sein gegenteil haben muß.
diese beiden beispiele sind aber nur für gewisse phasen möglich. sie sind entwicklungsbedingte verwirbelungen, die sich nach einer bestimmten zeit wieder in das rahmenkonstrukt des ewigen lebens einfügen.

zur variante 3 mag noch ein hinweis gut sein.
es geht hier nicht um die ausblendung des auf der welle empfundenem negativen. es ist vorallem eine achtsamkeit des flusses und eine losgelöstheit. der sprung ist nicht ein sprung in das schöne. der sprung ist ein schritt ins ungewisse und der wellenberg baut sich erst auf. manche wellen brechen bevor sie sich richtig formen. somit ist dies ein sehr unstetes leben, ohne die möglichkeit sich in gewohnheiten auszuruhen.

in liebe xenID
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